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Das Qualitätsmanagement des BSNW
von Horst Gottaut, Redaktion
Die diesjährigen Arbeitstreffen des Landesverbandes befassten sich intensiv mit dem aktuellen Konzept des BSNW zur Qualitätssicherung und -verbesserung im Bereich des Rehasports. Darüber referierten an den verschiedenen Tagungsorten J. Dahlmanns oder Dr. G. Schick, beide BSNW.
Bisher lagen die Schwerpunkte der Qualitätssicherung für den Rehasport auf dem Anerkennungsverfahren der Sportangebote unserer Gruppen sowie auf der Aus- und Weiterbildung der Übungsleiter/innen im Rahmen von Lizenzerwerb und Lizenzverlängerung. Auch die von unseren Gruppen zur Leitung der Rehasportangebote eingesetzten Physiotherapeuten/innen waren und sind dieser Verpflichtung unterworfen, was aus unserer Sicht eine wesentliche Zusatzqualifikation bedeutet.
Das nun erweiterte Konzept des BSNW ergänzt die bisherigen Anforderungen um einen Bereich, der sowohl eine Teilnehmerbewertung der Angebote als auch einen periodischen Erfahrungsaustausch zwischen Übungsleiter/innen und Ausbildern an sog. Qualitätszirkeltagen vorsieht. Ferner bietet der BSNW in Ergänzung dazu eine Vereins- oder Gruppenberatung an.
Im Folgenden wird das Gesamtsystem des BSNW-Qualitätsmanagements anhand einiger Auszüge aus den Präsentationen der BSNW-Referenten dargestellt.

Einführung eines Qualitätsmanagements
Instrumente zur Qualitätssicherung:
- Teilnehmer (und Übungsleiter) -Zufriedenheitsbefragung
- Qualitätszirkeltage (QZT)
- Vereinsberatungen
- Evaluation Rehasport FIBS
- Fortschreibung der klassischen Fortbildung
Teilnehmer-Zufriedenheitsbefragungen
Ziel: Mit Fragebögen an die Teilnehmer die Stärken und Schwächen des Angebotes erkennen
Bezug: Gestaltung und Wirkung des Rehasportangebotes
Verfahren: Kostenlose, anonymisierte Auswertung der Fragebögen, durch zentrale Auswertung
können Gruppenergebnisse mit NRW – Mittelwerten verglichen werden
Qualitätszirkeltage
Beschreibung Qualitätszirkeltage
Qualitätszirkeltage (QZT) bieten einen Rahmen, um im besten Sinne des Wortes "Erfahrungen
aus der Praxis für die Praxis" in einem Prozess der persönlichen Welterqualifizierung
der Übungsleiter zu nutzen.
Qualitätszirkeltage verbinden einen Qualitätszirkel mit einem Fortbildungsmodul zu einer
geschlossenen Veranstaltung, deren Zielsetzung und Themenwahl von den Teilnehmern
im Konsens festgelegt werden.
Die Auswahl der Themen (z. B. des Fortbildungsmoduls) ist nicht beliebig, sondern wird
durch die Qualitätsanforderungen (Qualitätskriterien) im Rehabilitationssport eingeschränkt.
Ziel und Aufgabe der Qualitätszirkeltage
- Die Heranführung und die Betreuung der Übungsleiter/innen im Rehabilitationssport an
die kritische Selbstreflexion des eigenen Handelns als Übungsleiter /-in, - die Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigketten als Übungsleiter im Sinne
eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, - die Einleitung konkreter Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung auf allen Ebenen
der Vereinsarbeit, die für die Übungspraxis im Rehabilitationssport relevant sind, - die Entwicklung von Strategien und Wegen zur Kooperation und Vernetzung,
- die Sicherung der Kommunikation und des Informationsflusses zwischen
den Sportverbänden, den Trägern der Rehabilitationssportangebote (Sportvereine) und
den Übungsleiter/innen.
Leitung durch Moderatoren
Zur qualitativen Umsetzung der Qualitätszirkeltage bedarf es ausgebildeter Moderatoren,
die sich in der Regel aus dem Pool der Referenten ergeben.
Der Leitung von Qualitätszirkeltagen kommt eine zentrale Funktion in Organisation, Vorbereitung,
Durchführung und Nachbereitung eines Qualitätszirkeltages zu.
Aufgabe des Moderators ist es, den Diskussionsprozess in der Gruppe zu strukturieren und
zu steuern und ihn zum Ziel zu führen (Im Unterschied zum Referenten in der Fortbildung.).
Rahmendaten
- Teilnehmerzahl: etwa 15 Personen
- maximal 2 Teilnehmer pro Verein
- „fremder“ Moderator
- Voraussetzungen zur Teilnahme: gültige Lizenz, im Verein aktiv
Bonus: regelmäßige Teilnahme führt auch zur Lizenzverlängerung in allen Lizenz-Bereichen


