NRW-Delegiertenversammlung 2009 in Aachen

von Horst Gottaut, Redaktion des MBJ-Einhefters

Am 28. April fand die 26. Delegiertenversammlung des Landesverbandes in Aachen statt. 60 Teilnehmer waren diesmal in den äußersten Westen des Landes gekommen, wo die DVMB-Gruppe Aachen die Ausrichtung der Versammlung im Kreishaus Aachen übernommen hatte.

Für die mitangereisten Gäste war parallel zur eigentlichen Versammlung eine Besichtigungstour durch die Aachener Innenstadt organisiert worden.

Der Vorsitzende Rainer Klute eröffnete die Versammlung mit Grüßen an die Delegierten. Er freute sich, den Landrat des Kreises Aachen, Erwin Künkelen, sowie als Vertreter des Bundesvorstandes Karl Stutzki, Dortmund, begrüßen zu können, die ihrerseits Grußworte an die Versammlung richteten. Dabei würdigte der Landrat insbesondere das in den 25 Jahren des Bestehens bewiesene große Engagement des Verbandes im gesundheitlichen und sozialen Bereich. Eine Leistung, die sich fast ausschließlich auf den ehrenamtlichen Einsatz vieler Mitglieder stützt. Deshalb war es auch ein Höhepunkt dieser Versammlung, eine Reihe von Mitgliedern für ihre 25-jährige Mitgliedschaft und Treue sowie auch für ihren Einsatz mit einer Anstecknadel und Urkunde zu ehren.

Der Jahresbericht der Vorstandschaft 2008 mit einer Fülle von Aufgaben und Aktivitäten wurde vom Vorsitzenden Rainer Klaute kommentiert und zur Diskussion gestellt. Dabei ging er auf einige Aspekte besonders ein. Leider konnte auch 2008 der Rückgang der Mitgliederzahl nicht gestoppt werden. Umso größere Bedeutung wird daher der Umsetzung des Perspektivpapiers „DVMB-2020“ beigemessen. Bei der Erarbeitung dieses Papiers hatte sich der Gesamtverband DVMB einschließlich der Landesverbände intensiv mit der Statuserhebung der DVMB und darauf aufbauend mit Konsequenzen und den künftigen Perspektiven für den Verband befasst. Die Überlegungen und Vorschläge zu diesem Perspektivpapier waren auch in den Gruppen und bei den Regionaltreffen eingehend diskutiert worden.

Im Januar 2009 hat sich dann der Landesvorstand in einer Klausurtagung abschließend insbesondere mit den Aspekten der Umsetzung befasst. Das Ergebnis ist für NRW ein Arbeitskatalog, der die Grundlage für künftige Ziele und Arbeiten des Landesverbandes darstellt und nach Prioritäten beschreibt. Die Ziele und Arbeitsschwerpunkte für 2009 und 2010 wurden später noch vertiefend dargestellt. Der Öffentlichkeitsarbeit kommt besondere Bedeutung zu. Sie soll im Verbund mit den Gruppen verstärkt werden und sich insbesondere an die Ärzteschaft, physiotherapeutische Praxen und die Geschäftsstellen der Krankenkassen sowie die Medien wenden. Zur Unterstützung dieser Aktivitäten soll der Geschäftsstelle eine Fachkraft auf 400 €- Basis angegliedert werden.

Ergänzend zu dem Infomaterial des Bundesverbandes erstellt der LV eine Imagebroschüre und einen entspr. Flyer: Diese sollen den Gruppen zur Verfügung gestellt werden. Sobald die Arbeiten am neuen Managementsystem für die Internetpräsentation fertig gestellt sind, wird auch die Webseite des LV überarbeitet. Die Zusammenarbeit zwischen Gruppen und LV soll intensiviert werden. Auch das Frauennetzwerk und das Angebot der Jungen Bechterewler sollen verstärkt unterstützt werden. Schließlich ist für 2010 eine Mitgliederbefragung in Vorbereitung, von der wichtige Hinweise für die künftige Verbandsarbeit erhofft werden.

Der Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2008 wurde vom Schatzmeister F. Brandenberg ausführlich vorgestellt. K.H. Peucker bestätigte für die Kassenprüfer eine klare und ordnungsgemäße Rechnungsführung. Die Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig erteilt. Auch dem Etatentwurf 2009/2010 wurde einstimmig zugestimmt. Hier war als Besonderheit zu vermerken, dass der LV eine Rückstellung für seinen Beitrag am Grundkapital der geplanten DVMB-Stiftung eingestellt hat. Über die Satzung der Stiftung ist aus der Sicht des LV aber noch zu diskutieren.

Der Antrag des Vorstandes auf Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen. Diese Änderung war erforderlich geworden, um der Regelung des EStG Rechnung zu tragen, die nun eine pauschale Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Personen ermöglicht. Zugleich wurden einige redaktionelle und klarstellende Änderungen vorgenommen. Entsprechend der Satzungsänderung wurde auch die Ordnung zur Regelung von Aufwandsentschädigungen angepasst. Die Delegierten des LV für die Hauptversammlung des BV wurden gewählt, zusätzlich ein neuer Kassenprüfer bestellt. Für die routinemäßige Kassenprüfung der Gruppen in 2009 wurden 5 Gruppen ausgelost.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank der Gruppe Aachen für die Schaffung einer freundlichen und gastlichen Atmosphäre eines ansonst arbeitsreichen Tages.