DVMB-Gruppen Gelsenkirchen und Werne nun 25 Jahre!
von Rolf Brumann, Gelsenkirchen und Friedrich Degener, Werne
„25 Jahre DVMB in Gelsenkirchen – 25 Jahre motivierende Gruppendynamik.“
Das war das Leitmotiv der Morbus- Bechterew-Projektwochen, die die DVMB-Gruppe Gelsenkirchen aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens vom 30. April bis 23. Mai durchgeführt hat.

Das Programm war auf die Information der Öffentlichkeit, die örtliche Partnerschaft von Ärzten, Krankenkassen, Kommunalverwaltung und DVMB sowie nicht zuletzt auf die Interessen der Betroffenen selbst abgestimmt.
Im Vorlauf wurde eine 40-seitige Broschüre verschickt. Sie informierte über die Erkrankung, über die vielschichtigen Aktivitäten der Gruppe in den vergangenen 25 Jahren sowie über das Programm der Projektwochen.
Zugleich dienten sie als Einladung zu den geplanten Veranstaltungen. Gestartet wurde mit einer Prologveranstaltung, in der Filmdokumente aus den Anfangsjahren der Gruppearbeit präsentiert wurden. Dann schlossen sich drei Themenwochen an, mit den Schwerpunkten „Erkrankung und DVMB – Therapie – sporttherapeutische Angebote“. Den Abschluss bildete ein Minigolf-Turnier, das einmal mehr das spielerische Sporterlebnis und das Miteinander von Betroffenen und Angehörigen in den Vordergrund stellte.
Im Mittelpunkt der Projektwochen stand am 9. Mai der Festabend, auf dem Gruppensprecherin Brigitte Kroll über 80 Gäste begrüßen durfte und dessen kleine Feierstunde durch Künstler des Musiktheaters im Revier umrahmt wurde. Neben dem LV-Vorsitzenden Rainer Klute hielt der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, eine viel beachtete Gastrede über die Bedeutung der Selbsthilfegruppen im kommunalen Gefüge.
Im weiteren Verlauf konnte Brigitte Kroll, selbst Gründungsmitglied der Gruppe, acht weitere Gruppenmitglieder für ihre 25-jährige DVMB-Mitgliedschaft mit einer Urkunde und Nadel ehren. Eine besondere Würdigung erfuhr auch die Physiotherapeutin Christiane Böckhorst, die seit 25 Jahren mit viel Engagement der Gruppe zur Seite steht.
Die positive Resonanz auf die Projektwochen veranlasst Brigitte Kroll auch, sich bei allen Beteiligten für den persönlichen Einsatz zu bedanken. Nach dem Festakt konnten sich die Gäste den vorbereiteten leiblichen Genüssen widmen, anschließend leitete der Kabarettist Martin Funda zu einem beschwingten, tanzfreudigen Abend über.
„25 Jahre DVMB-Gruppe Werne – ein Grund zum feiern!“
Unter diesem Motto wurde das Gruppenjubiläum ebenfalls mit einer Festveranstaltung gebührend begangen, wobei der Rückblick auf Werdegang und gewachsenes Angebot nicht zu kurz kam.

Der Gruppensprecher Winfried Certa konnte viele Gruppenmitglieder und ihre Angehörigen sowie geladene Gäste auch aus dem befreundeten Turnverein Werne und den DVMB-Nachbargruppen Dortmund und Recklinghausen begrüßen.
Eine besondere Würdigung erfuhren dabei Friedrich Degener, der im Januar 1984 die DVMB-Gruppe Werne gegründet hatte und bis vor fünf Jahren deren Sprecher war, ebenso das Gründungsmitglied Ria Vennemann. Beide wurden auch wegen ihren 25.jährigen Mitgliedschaft in der DVMB geehrt.
In seiner Ansprache ging Winfried Certa auf die heutige Bedeutung der Selbsthilfegruppe für Werne und Umgebung sowie die Angebote der Gruppe ein, die auch heute weiterhin unter dem Verbandsmotto stehen „Bechterewler brauchen Bewegung, Begegnung und Beratung“.
So bietet die Gruppe wöchentlich Trocken- und Wassergymnastik an, über das Jahr verteilt mehrere Veranstaltungen zur Förderung von Begegnung und Geselligkeit und nicht zuletzt auch den Erfahrungsaustausch zwischen „alten DVMB-Hasen“ und Neulingen mit ihrem Morbus Bechterew.

Friedrich Degener beschrieb dies mit dem Slogan „Jeder ist für jeden da“, als er anschließend den Werdegang der Gruppe beschieb und dabei deutlich werden ließ, welche Schwierigkeiten zu überwinden waren bis die Gruppe die heutige „große Familie“ werden konnte.
Dabei ließ er nicht unerwähnt, dass auch die Unterstützung des initiierenden und betreuenden Gruppenarztes, eines Vorsitzenden des TV-Werne sowie eines verständnisvollen Bürgermeisters den Weg ebnen halfen.
Nach dem offiziellen Teil bestimmten Geselligkeit und Tanz den weiteren Abend. Es war eine freudige, große Familie.


