Gruppenfoto vom Frauenseminar 2011 - „Lebendig sein – lebendig bleiben“

„Lebendig sein – lebendig bleiben“: Ein Bericht vom Frauenseminar
vom 15.-17. Juli 2011 in Holzhausen bei den Externsteinen

von Charlotte Ahrens und Monika Teriet

Einige Teilnehmer konnten den Start des Seminars (Einladung zum Frauenseminar) kaum erwarten und waren schon einen Tag vorher angereist. Gut gelaunt, bei hausgemachtem Kuchen und lockerer Kaffeerunde – (zu der sich, zu unserer Freude, auch unser DVMB LV`s Vorsitzender Karl Pappenheim auf einen kurzen Besuch gesellte) - wurde bis 17:00 Uhr auf alle Teilnehmer gewartet. Maria Extra konnte dann in der Vorstellungsrunde nicht nur bekannte, sondern auch 7 neue Gesichter begrüßen.

Das kurzweilige Wochenende startete auch gleich in der Grillhütte der Gastgeberfamilie Weber. Wie immer musste man aufpassen, dass man nicht zuviel aß, weil es so lecker war.

Das etwas trübe Wetter tat der Stimmung keinen Abbruch, sondern wir machten uns auf zu unserer Kräutererkundungs-/Verdauungstour mit Frau Tanja Voss. Sie zeigte uns in der Natur diverse Kräuter (z.B. Frauenmantel, Johanniskraut, Schafgarbe, Gänsefingerkraut) und erklärte gleich, für welches Wehwehchen es helfen kann. Da uns die Mücken heiß umschwärmt haben, waren wir froh, wieder im Seminarraum zu sein, wo es selbst hergestellten Kräuterlikör gab. Ein Rezept für Rheuma-Tee und einer entzündungshemmenden Salbe erhielten wir auch. Frau Voss führte uns vor, wie es gemacht wird und verteilte an jede eine kleine Kostprobe. Hauptsächlich ging es um die Achtung vor der Natur und dass wir sorgsam damit umgehen sollen. Wir alle sind ein Teil davon.

  • Frauenmantel
  • Schafgarbe
  • Gänsefingerkraut
  • Johanniskraut
  • Lavendel
  • rot u. weißer Fingerhut

Angeregt durch den Kräuterlikör wurde im Grillpavillion die Party fortgesetzt. Das „doppelte Lottchen“ trug mit der „Reise nach Weimar“ und anderem noch zur Erheiterung bei.

Den Samstag gestaltete das Ehepaar Martina Salinger-Rost und Hubert Salinger mit uns. Nach dem Frühstück ging es los mit:
„Nervennahrung bzw. Brainfood“ – oder DU BIST WAS DU ISST
Dass HAFER, NÜSSE, ÄPFEL, FISCH, DINKEL, SOJA, LEINSAMEN –ÖL, KÜRBISKERN –ÖL,  gut sind für unser Gehirn, hat man ja schon mal gehört. Dass es auch funktioniert, konnte vielleicht auch schon die eine oder andere feststellen. Es wurde uns vermittelt, dass das Gehirn den meisten Zucker braucht, aber zum Glück nicht speichern kann - man stelle es sich am Körper vor-. Jeder ist auch schon mal in eine „Fressnarkose“ und ein „Suppenkoma“ verfallen, wenn er ehrlich ist. Als Schlussnote hierzu folgt: abwechslungsreiche Nahrung und ausreichende körperliche Bewegung sind die richtige Nervennahrung. - Die Bewegung folgte auf dem Fuße. -

Der zweite Vortrag des Tages lautete „Qi Gong“ oder DU BIST; WAS DU TUST
Fragen wie, was ist Qi Gong genau und wie wirkt es, welche Gesundheitsphilosophie steckt dahinter oder wie kann ich das in mein Leben integrieren wurden kompetent beantwortet. Die Zuordnungen der 5 Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) und Yin und Yang wurden uns zum Nachlesen an die Hand gegeben.

Nach dem Mittagessen war wieder Bewegung angesagt. Energievolle und zugleich ausgleichende Übungen aus dem Qi Gong machten uns wieder frisch.

  • gemütliche Kaffeerunde mit dem  DVMB LV’s Vorsitzenden Karl Pappenheim
  • selbst hergestellte Kräutersalbe
  • Kräuterwanderung: eine Wiese mit vielen verschiedenen Kräutern
  • selbst hergestellter Kräuterlikör
  • Kräuterwanderung: Erklärung der Heilwirkung der Brennessel
  • Qi Gong Übungen auf der Wiese

Der nächste Vortrag „Meditation und Achtsamkeit“ – ein Weg in die Ruhe zeigte auf, wie vielfältig der Weg in die Ruhe gestaltet werden kann. Fragen wie, was bedeutet Meditation überhaupt oder welche Möglichkeiten zur Ruhe und Achtsamkeit habe ich, wurden von dem Referentenpaar anschaulich erläutert.

Um 14.30 Uhr war dann „Lachyoga“ angesagt – eine ganz besondere Medizin. Die Neuen waren sehr skeptisch, aber alle haben durchgehalten. Lachen ist nicht nur gesund für den Körper, es macht uns auch lebendig in Seele und Geist.
Lachyoga (aus Wikipedia) (Hasya-Yoga oder auch Yogalachen) ist eine Form des Yoga, bei der das grundlose Lachen im Vordergrund steht. Beim Lachyoga soll der Mensch über die motorische Ebene zum Lachen kommen.

Das anfangs künstliche Lachen ging bei fast allen ganz schnell in echtes Lachen über. Die Lachyogaübungen, die von Hubertus Salinger und Martina Salinger Rost vorgemacht wurden, waren eine Kombination aus Klatsch-, Dehn- und Atemübungen, verbunden mit pantomimischen Übungen, die uns so zum Lachen brachten, dass es sogar super anstrengend war. Eine Wassergymnastik ist nichts dagegen. Über den Augenkontakt und spielerische Elemente, die eingebaut wurden, wurde es uns leicht gemacht, vom zunächst nicht so ganz freiwilligen Lachen in das ganz kindliche und verspielte Lachen zu gelangen.

Nach der Anstrengung beim Lachyoga genossen wir zum Kaffee wieder den leckeren Kuchen von Frau Weber.

  • Einführung in das Thema „Lachyoga“ durch Martina Salinger-Rost
  • Übung aus dem Lachyoga - Lachen ist gesund für Körper, Seele und Geist – eine andere Art von Medizin
  • Praktische Ausführung der Herzmeditation

Gestärkt ging es zur vorletzten Runde
 „Gelassenheit beginnt im Kopf – oder DU BIST WAS DU DENKST
Die Fragen: Wie bekomme ich Ruhe in meinen Kopf? Kann ich meine Aufmerksamkeit lenken? Führt Loslassen zu mehr Lebendigkeit? wurden anschaulich beantwortet.
Die anschließende Herzmeditation brachte viel Ruhe und Gelassenheit mit sich.

Ein besonderes Highlight war der letzte Vortrag des Tages
„Die Botschaft des Wassers“ oder DU BIST; WAS DU SPRICHST!
Dass unser Körper zu 70 % aus Wasser besteht, war Einigen ja schon bekannt, aber dass Wasser Töne hört und das mit unserer Gesundheit zu tun hat, wurde doch etwas angezweifelt. Es wurde uns aber anschaulich vermittelt, dass es so sein könnte und wir anderen und uns selbst gegenüber sehr sorgfältig unsere Worte auswählen sollten. Durch das Lied „Jede Zelle meines Körpers ist glücklich“ wurde die Eigensuggestion durch Worte bestätigt.

Der ganze Samstag war so beeindruckend, erfrischend, anstrengend, schön, lehrreich und interessant, dass wir alle mit viel viel mehr Gepäck nach Hause gefahren sind, als wir angekommen sind.

Der Abend klang harmonisch und lustig durch die Beiträge der „doppelten Lottchen“ aus, obwohl einige schon sehr früh das Handtuch geworfen haben.

Am Sonntag setzte man allem noch mit der Ehrung eines Geburtstagkindes, ferner einer speziellen Gymnastik der kleinen Gelenke und einer Wanderung Richtung Externsteine, die Krone auf. Wir bedanken uns bei Maria Extra für die gute Vorbereitung und bedauern, dass sie sich aus der Leitung des Frauenseminars zurückzieht. Sie hat aber, zu unserer Freude, schon für das Nächste vorgesorgt.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sind wir dann doch wohl alle nach Hause gefahren.

 

Wanderung zu den Externsteinen