Morbus Bechterew und Fahrradfahren

Das Fahrrad – kleiner Aufwand große Wirkung

In der Dortmunder DVMB-Selbsthilfegruppe gibt es eine Vielzahl von Bewegungsmöglichkeiten bei der Wasser- oder Gruppengymnastik, bei gemeinsamen Wanderungen, regelmäßigem Nordic-Walking und gemeinsamen Radtouren. Auch die die Radtouren am 1. Mai sind schon lange zur Kultveranstaltung geworden.

Radfahren eignet sich nicht nur hervorragend für ein leichtes Ausdauer- und Atemtraining. Im Rahmen der medizinischen Trainingstherapie wird beispielsweise durch das Fahrradfahren gezielt rekonditioniert. Die Wirbelsäulen- und Gelenkbeweglichkeit sowie die Vitalkapazität werden deutlich verbessert. Grundsätzlich gilt: Fahrradfahren als Therapieform trainiert Herz, Kreislauf und entlastet Gewicht tragende Gelenke. Durch die abwechselnde Auf- und Abbewegung der Beine wird beim Radfahren zusätzlich auch die Muskulatur stimuliert und trainiert, die für die Segmentale Stabilisation (Stabilisierung der Wirbelsäule als Ganzes über die kleinen tiefen Muskeln zwischen den einzelnen Wirbelkörpern) verantwortlich ist. Diese Muskulatur ist willkürlich nur schwer zu aktivieren, da sie für die automatische und unbewusst statt findende Haltungskontrolle an der Wirbelsäule zuständig sind. Allerdings kann man sie indirekt ansprechen, z.B. über (Dehnungs-) Reize an ihren Muskelspindeln (Rezeptoren), über das Erzwingen von ständigen kleinsten Balance-Aktionen usw., wie sie z.B. beim Fahrradfahren nötig sind. Insofern gibt es schon allein aus medizinischer Sicht und mit Bezug auf die zahlreichen Formen der Wirbelsäulenerkrankungen zahlreiche Gründe, das Fahrrad noch intensiver als Fortbewegungsmittel zu nutzen. weiter

 

Videos zu Morbus Bechterew spezifischen Themen

Hier finden Sie Videos zu Themen wie Therapie,  Behandlung und zur Alltags- und Krankheitsbewältigung und unter andrem ein Video zum Thema: Morbus Bechterew und Fahrradfahren. Zu den Videos