„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“

von Gerda Herhold, DVMB Gruppe Hemer-Iserlohn-Menden

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“

So erging es den 13 Personen der DVMB Gruppe Hemer-Iserlohn-Menden, die sich am 25. Mai auf den Weg machten zu einem einwöchigen Urlaub in Bad Hofgastein. Morgens um 6.30 Uhr ging es von Schwerte aus los. Alle waren gespannt, ob das Reiseziel pünktlich nach 11 Stunden erreicht würde. Im Zug gab es mittags eine große Überraschung. Eine Teilnehmerin hatte für alle leckeren Kartoffelsalat und Frikadellen mitgebracht. So verging die lange Zugfahrt im Nu. Durch den freundlichen Empfang im Hotel war die Anstrengung schnell vergessen und alle freuten sich schon auf das leckere Abendessen.

Am nächsten Morgen nach dem gemeinsamen Frühstück ging es für einige auf die erste große Wanderung über den Höhenweg nach Bad Gastein. Einige fuhren ein Stück mit dem Bus und gingen den flachen Wanderweg zur Himmelwandhütte. Hier konnten die schneebedeckten Berge im „Naturpark Hohen Tauern“ bewundert werden.

Der Wasserfall im Ortszentrum von Bad Gastein war das Ziel des nächsten Tages. Er zählt zu den bekanntesten Wasserfällen Österreichs. Die Fallhöhe über 3 Stufen beträgt 340 m. Der Wasserfall bietet ein imposantes Naturschauspiel und die durch die Zerstäubung negativ ionisierte Luft gilt als besonders gesundheitsfördernd.

Der Dienstag stand im Zeichen der Therapie. Nach einer kurzen Einführung und ärztlichen Untersuchung hieß es Umziehen für die Trockengymnastik. Nach einer halben Stunde ging es mit dem Stollenzug in den Heilstollen. Das weltweit einzigartige warme Radonklima im Heilstollen stimuliert durch die Aufnahme des Radons über die Atemwege und die Hautoberfläche den körpereigenen Zellstoffwechsel. Auch das Immunsystem wird positiv beeinflusst. Das Besondere des Heilklimas im Berginneren ist die Wärme von 37 – 41,5 °C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 70 – 100%. Der natürliche Radongehalt beträgt 44 kBq/m³. Nach einer Stunde kamen alle verschwitzt, aber um eine Erfahrung reicher zufrieden wieder zurück.

An den nächsten beiden Tagen wurde die Frage gestellt „Wo sind die Berge?“ Die Wolken zogen von oben nach unten und von rechts nach links und umgekehrt. Dies tat aber der guten Laune keinen Abbruch. So konnten das Städtchen besichtigt und die Cafés und Eisdielen besucht werden.

Am letzten Tag benutzten wir die Stubnerkogelbahn. Es ging auf eine Höhe von 2253 m. Hier befindet sich die Hängebrücke, die für echten Nervenkitzel sorgt. Schwindelfreiheit und starke Nerven sind beim Überqueren der 140 m langen, leicht schwingenden Seilkonstruktion gefragt. Nur ein Geländer aus Maschendraht hält vom ca. 28 m tiefen Abgrund fern.

Jeden Abend ließen wir die Erlebnisse Revue passieren. Viel zu schnell verging die Woche und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck erreichten wir am 1. Juni spät abends wieder unseren Abfahrtsbahnhof.