Erstellung eines Imagefilmes für den DVMB-Landesverband NRW

vom Arbeitskreis Imagefilm

Klappe, die erste… Ruhe bitte… Licht an… Ton an… Kamera läuft…
Doch bis es soweit ist, sind viele Vorbereitungen zu treffen. Doch der Reihe nach.

In seiner 109. Vorstandssitzung des DVMB-LV NRW, 14.04.2006, wurde der Arbeitskreis „Imagefilm“, bestehend aus Karl Stutzki, Peter Koncet und Horst Prox gebildet und ein Beschluss gefasst, auf Basis eines Vorkonzeptes des freiberuflichen Bildberichterstatters Tom Potte aus Dortmund einen Film für die Öffentlichkeitsarbeit zu erstellen. Der Film hat das Ziel, die Attraktivität der DVMB darzustellen. Mit ihm soll ein neuer Leitfaden für die Hilfen der an Morbus Bechterew Erkrankten geschaffen werden.

Wir wollten die Möglichkeiten des medialen Zeitalters nutzen, nicht nur um überalterte Broschüren des DVMB Bundes- und auch des Landesverbandes NRW zu ersetzen, sondern um neue Wege zu finden, die betroffenen Patienten zu erreichen.

Vorrangig wollten wir in diesem Film sowohl über die Arbeit im Landesverband und in den Gruppen berichten, als auch auf die Problematik bei der Diagnose eingehen  sowie Beratungsmöglichkeiten und die Alltagsbewältigung mit der Erkrankung Morbus Bechterew aufzeigen.

Zunächst galt es, ein Konzept zu entwickeln, um eine klare Ablaufhandlung zu finden, in der anzusprechende Themen sinnvoll aufeinander abzustimmen sind. Auch soll der Film durch eine neutrale Darstellung über einen längeren Zeitraum seine Aktualität behalten. Viele Ideen wurden entwickelt und wieder verworfen, Ablaufhandlungen ersonnen und wieder umgekrempelt, vorhandenes Foto- und Videomaterial gesichtet, Grafiken gesucht, Texte geschmiedet, Vorschläge von Mitbetroffenen angehört, Anregungen von Medienexperten gelauscht.  Brauchen wir auch einen Hauptdarsteller? Ein guter Freund unseres Filmemachers ist frisch diagnostizierter Bechterewler! Das ist die Gelegenheit. Tim erfüllt zudem alle typischen Kriterien eines an Morbus Bechterew Erkrankten. Genau das, was wir brauchen und zeigen wollen. Als junger Mensch ist er interessiert, bedient sich des Internets, hat viele Fragen und möchte etwas für sich tun. Damit hatten wir unseren „roten Faden“.

Jetzt konnten wir kompetente Interviewpartner suchen, Drehtermine vereinbaren, Zeitrahmen abstecken, Drehorte besichtigen, Drehgenehmigungen einholen, Licht und Ton bereitstellen, und, und, und…

Endlich geht es los.

Bevor die Kamera läuft und die Spannung steigt, ist der Drehort zu herzurichten, ein Weißabgleich für die Kamera zu fahren und ganz wichtig: eine Tonprobe. Jetzt gilt es: Ruhe bitte… Kamera läuft… An jedem Drehort das gleiche Prozedere. Abschließend sind 5 Stunden Videomaterial im „Kasten“. Dann fängt die Arbeit am Schneidetisch an. Auch wenn heute kein Zelluloid mehr geschnitten werden muss, so ist der Ablauf am Computer identisch. Aussagekräftige Szenen heraussuchen und sinnvoll aneinander reihen, Übergänge und Texte einfügen, Grafiken bearbeiten und den Text einsprechen. Ein Vor- und Abspann darf nicht fehlen und schließlich macht der (gemafreie) Ton die Musik.

Erstmalig in der Verbandsarbeit kann die DVMB im Landesverband NRW einen Film präsentieren, der eine verständliche Informationsdichte bietet, die sowohl Frischdiagnostizierte als auch langjährige Betroffene umfangreich an das Thema Morbus Bechterew heranführt.

Klare Bilder und das Zusammenspiel der dankenswerterweise mitwirkenden Mediziner, Psychologen, Physiotherapeuten, Betroffenen und der Rat suchende Tim verliehen dem Film trotz seiner Kompaktheit seinen kurzweiligen Charme.

In verständlicher Form werden Einblicke in die Diagnose, Behandlung und Alltagsbewältigung der an Morbus Bechterew und anderen entzündlichen Wirbelsäulen-Erkrankten gewährt. Wie sie mit ihrer Erkrankung ein normales Leben führen können, welche vielfältigen qualifizierten Maßnahmen eine ortsnahe Selbsthilfegruppe mit einem engagierten Landesverband ehrenamtlich leistet, zeigt dieser Film anschaulich.

Es ist gelungen, einen Bogen von der ungewissen Diagnose bis zur Hilfe in eigener Sache zu spannen, der vor allem die begleitende und kompetente Arbeit der DVMB aufzeigt. Damit erfüllt der Film die Erwartungen hinsichtlich der Bedürfnisse und Erfordernisse, mit einer zeitgemäßen und attraktiven Medienform zu informieren.

Bis zur Fertigstellung dieses sponsorenfreien Filmes haben sich alle Beteiligten während der gesamten Phase nicht nur mit der Aufgabe und dem Werk identifiziert, sondern auch mit Freude diese interessante Arbeit geleistet.

Die im vorgesehenen Zeitmaß geschaffene Produktion konnte auch den vorgesehenen Kostenrahmen einhalten, obwohl der Aufwand, in zeitlicher und arbeitsintensiver Hinsicht, deutlich über das Vorgesehene hinausging.

Premiere hatte dieser Film auf der 24. Landesdelegiertenversammlung am 28. April 2007 in Recklinghausen.