Notizen aus dem Arbeitstreffen 2015 in Neuss

von Horst Gottaut

Am 21.03.2015 fand das diesjährige Arbeitstreffen der Gruppen aus der Region West wieder in den Räumen der Stadtwerke Neuss statt.

Die Tagesordnung umfasste am Vormittag den Erfahrungsaustausch unter den Gruppenvertretern sowie am Nachmittag als Hauptthema die EDV-gestützte Abrechnung des Rehasports mit den Krankenkassen. Zusätzlich wurde auf die unterschiedlichen Anforderungen von Behinderten- und Rehasportverband NRW (BRSNW) und Landessportbund in ihren Vereinsmeldungen zur Mitgliederstatistik eingegangen.

Zum Erfahrungsaustausch ergab sich eine ausgiebige Diskussion mit einer Reihe von Fragen auch zur Führungsarbeit in den Gruppen. Einige besondere Diskussionspunkte seien hier genannt:

  • Anschaffung von PC-Hard- und Software. (z.B. AfB und „Stifter helfen“ über die Geschäftsstelle)
  • Finanzielle Förderung nach § 20 durch die Krankenkassen. Die Modalitäten wurden erläutert.
  • Einstiegsschulung in PC-Handhabung bieten Kurse der VHS, ergänzend dazu bei Bedarf auch der LV für relevante Themen (z.B. Journalführung für DVMB-Gruppen, Statistik, Abrechnung des Rehasports).
  • Übungsleiterausbildung: Es gibt Terminprobleme bei den Angeboten des BSRNW, ggf. sollte ein besonderer Antrag gestellt werden. Für die Ausbildungskosten ist anscheinend auch Förderung durch die Herbert-Gruenewald-Stiftung (Behindertensport) möglich (siehe Web).
  • Auf die Datenschutzerfordernisse sowie auf die Verschlüsselung sensibler Daten bei Mailversand wurde hingewiesen.

Die Abrechnung des Rehasports mit den Krankenkassen muss ab 2015 mittels EDV-erfasster Datensätze erfolgen, falls kein 5%-Abzug von der Rechnungssumme in Kauf genommen werden soll. Inzwischen bieten mehrere Dienstleister die EDV-gestützte Abrechnung an. Dazu hat der LV in einer Recherche den Vergleich verschiedener Anbieter durchgeführt, die für die DVMB-Gruppen bei der Abrechnung am wenigsten Aufwand zu vertretbaren Kosten versprechen. Die nachfolgende Grafik vergleicht die Kosten für eine fiktive Abrechnungssumme von 1.700 €. Diese Summe dürfte für viele Gruppen relevant sein.

Vergleich von Abrechenzentren für die Abrechnung des Rehasports

Bei der Vorgehensweise sind grundsätzlich zwei Kategorien zu betrachten:

  1. Beauftragung eines Dienstleisters bei Überstellung der papiernen Abrechnungsunterlagen durch die Gruppe an den Dienstleister. Dieser übernimmt dann den Abrechnungsvorgang.
  2. Erstellung des EDV-Datensatzes online durch die Gruppen selbst, unter Einbindung eines Rechenzentrums. Anfängliche Überlegungen zu einer eigeständigen Lösung scheiterten an der Definition der Schnittstelle für die erforderliche Software und auch an personellen Möglichkeiten.

Bei Einsatz des DMRZ-Verfahrens werden nach der Erfassung Einzelrechnungen für jeden Teilnehmer online zur Verfügung gestellt. Danach schließt sich das bisherige Vorgehen zur Abrechnung mit den Krankenkassen/Abrechnungsstellen an. Die Gruppe muss also die Rechnungen ausdrucken und mit den Papierunterlagen an die Krankenkasse / Abrechnungsstelle verschicken.

Vorgehensweisen und Kosten wurden anhand von zwei Präsentationen zu Kategorie 1 am Beispiel AZH einschl. ECORAB erörtert sowie zu Kategorie 2 anhand des Angebots des DMRZ. Letzteres war inzwischen Gegenstand zweier Schulungsseminare des LV (siehe Bericht auf Seite 3).

Aus Kostensicht ist das Angebot des DMRZ vorzuziehen, wenn die PC-Voraussetzungen erfüllbar sind. Der Vergleich der Angebote aus Kategorie 1 lässt den Anbieter RZH ausscheiden. Die Kosten bei AZH und ECORAB sind abhängig von der Abrechnungssumme. Je nach Höhe der Abrechnungssumme ergibt der Vergleich unterschiedliche Bewertungen! Jede Gruppe muss also nach eigener Praxis entscheiden, insbesondere dann, wenn eine Zahlungsvorleistung keine Rolle spielt.

Der LV hat mit DMRZ und AZH Rahmenvereinbarungen für die Gruppen abgeschlossen. Für die Abgabe in Papierform hält der LV auch weiterhin Ausschau nach kostengünstigen Angeboten von Rechenzentren.

Die geforderte Alters-Statistik von BSNRW und LSB haben unterschiedliche Struktur. Für die Erfassung der Altersgruppen des BRSNW wird ein Vorgehen unter Anwendung der Mitgliederverwaltung mittels MS-Excel, wie in der NRW-CD-2013 „PC-Einsatz für Verwaltungsaufgaben von DVMB-Gruppen“ dargestellt, empfohlen. Die Klassifizierung des LSB nach Geburtsjahr ist einfach, sofern die Geburtsdaten der Mitglieder vorliegen.

Auf die Erfordernisse des Datenschutzes sowie auf die Notwendigkeit, sensible Dateien als Anhänge von E-Mails zu verschlüsseln, wurde hingewiesen. Einfache Verfahren sind in MS-Office für Office-Dateien gegeben sowie für Datenpakete durch Komprimierungssoftware wie z.B. 7zip.