Alles im grünen Bereich am Seaside Beach Baldeney

von Christian Böhme, DVMB NRW e.V., Bildquellen: Deutsche Rheuma-Liga NRW e.V.

Als weiterer Punkt stand Kanu fahren auf der Tagesordnung

Man löse sich vom Alltagsstress, nehme warmes Wetter, ein wenig Grün, mische es mit Bewegung und Strand, und es entsteht Urlaubsfeeling im Ruhrpott. Die Veranstaltung wurde von der Deutschen Rheuma-Liga NRW e.V. durchgeführt und war auch für Mitglieder des netzwerkes junge bechterewler im DVMB NRW e.V. offen. Dafür vielen Dank.

Am 5. Mai 2018 trafen wir uns um 11 Uhr am Eingang vom Seaside Beach am Baldeneysee in Essen-Werden. Mit acht Personen, einer Kamera und einer durchschnittlichen Temperatur von 21 °C konnte der Spaß beginnen.

Nach der theoretischen Einweisung helfen einem die Mitarbeiter in die Ausrüstung.

Man lernte sich kennen, besprach noch mal kurz den organisatorischen Ablauf, und schon ging es rein ins Grüne. Vorgesehen waren für diesen Tag die für Rheumatiker notwendige Bewegung in Form des Naturhochseilgartens sowie eine Kanutour. Physiotherapeutisch (und zum Teil auch psychotherapeutisch) wurden wir dabei von Steffi begleitet.

Der Naturhochseilgarten – natürlich war er und hoch auch. Für den einen oder anderen vielleicht zu hoch. Neben Seilen gab es die erforderliche Ausrüstung wie Sicherheitshaken, Karabiner und alles was man noch benötigt, um den „Garten“ zu betreten.

Nach der theoretischen Einweisung helfen einem die Mitarbeiter in die Ausrüstung. Dann geht es zur praktischen Einweisung, wo man sich davon überzeugt, dass nicht nur die Theorie, sondern auch die Ausrüstung sitzt. Der Naturhochseilgarten besteht aus mehreren Parcours; einem Kinderparcours und drei weiteren Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Den vierten Parcours sollte man nur absolvieren, wenn man die vorherigen problemlos geschafft hat.

Ein Parcours besteht nicht nur aus einer ansteigenden Höhe, auch etwas windig ist es da zwischen den Bäumen. Manchmal frage ich mich, ob dieses grüne Blattzeug an den Plattformen Ausdruck künstlerischer Darstellung ist oder ob man es aus Naturschutzgründen nicht abschneiden darf. Manchmal hatte ich ein wenig Grün im Gesicht.

Ein Parcours wird immer zu zweit begangen. So kann man gegenseitig aufeinander achten. Anzumerken ist, dass das Klettern im Naturhochseilgarten schon ein Ganzkörpertraining darstellt. Insbesondere wenn man Probleme in den Händen, Handgelenken oder Beinen hat, kann es durchaus anstrengend sein. Aber es macht auch Spaß.

Einige von uns haben sogar den vierten und schwierigsten Parcours absolviert. Und obwohl sich mancher etwas verklettert hatte, kamen doch alle unbeschadet wieder auf dem Boden an. Danach war erst mal Erholung angesagt. Die „grüne Pause“ fand aber als sandige Pause am Strand statt. Der Austausch durfte genauso wenig fehlen, wie der dazugehörige Imbiss. Für alle Geschmäcker war gesorgt.

  • Der Naturhochseilgarten besteht aus mehreren Parcours
  • Das Klettern im Naturhochseilgarten ist ein Ganzkörpertraining.
  • Obwohl sich mancher etwas verklettert hatte, kamen doch alle unbeschadet wieder auf dem Boden an.

Als weiterer Punkt stand Kanu fahren auf der Tagesordnung – wenngleich ich bisher nur Tretboot und Schlauchboot gefahren bin. Aber gut, der See liegt ja auch direkt vor unseren Füßen. Kanu ist ein Überbegriff. Unser Gefährt nennt sich Kanadier. Meinen Recherchen zufolge ist es nicht nur für den Spaß da, sondern auch eine Sportart.

Auch hier gibt es, bevor es ins Wasser geht, eine theoretische Unterweisung. Man beachte diese feinen Plastikflaschen à la Robinson Crusoe. In ihnen ist das Nötigste wasserdicht verpackt, falls man auf einer unbekannten Insel des Baldeneysees stranden solle. Man weiß ja nie, was einen so erwartet...

Beim Paddel-Lehrgang lernt man, wie man auf dem Wasser manövriert. Dies übernimmt der Steuermann, der im Kanadier meist ganz hinten sitzt. Ähnlich wie im Straßenverkehr gibt es Verhaltensregeln. Überall wo Regeln sind, hat man Rechte und Pflichten. Außer man hat keine Ahnung vom Kanufahren. Dann ist man „Kanut“ und hat nur Pflichten. Irgendwie haben alle Vorfahrt, selbst die Seerosen und Algen.

  • Auch beim Kanu fahren gab es eine gründliche Einweisung.
  • Beim Ein- und Aussteigen ist man sich gegenseitig behilflich.
  • Ist die Sitzordnung geklärt, weiß man irgendwann auch, wie man sich auf dem Wasser zurechtfindet.

Mein Fazit:

Bei dieser Veranstaltungen hätte man sich durchaus noch mehr Teilnehmer gewünscht, auch solche über 35 Jahren. Auch könnte man bei anstrengenden Aktivitäten statt zwei Programmpunkten nur einen durchführen. Ansonsten kann die Organisation gelobt werden, ebenso die Begleitung durch Steffi. Es waren nette Leute und eine gute Location. Der Austausch kam nicht zu kurz, und der Wohlfühlfaktor war hoch. Insgesamt bekommt die Veranstaltung von mir die Note 1,2.