Schwitzend im Wasser –
die jungen bechterewler im Kampf mit dem feuchten Element

von Christian Plöger, Münster

Vom 15. bis 17. Mai 2009 fand das Sportseminar der Jungen Bechterewler in der Klinik Königsfeld in Ennepetal statt. Zu Beginn dieser Veranstaltung trafen wir uns alle am Freitag im Parkhotel in Schwelm. Aufgrund des teilweise kräftigen Regens gab es hier schon einige Zweifel, ob das geplante Programm überhaupt stattfinden kann. Nach einer ersten Kennenlernrunde und einem üppigen Abendessen brachen alle gut gelaunt, trotz des Regens, zu einem kleinen Spaziergang auf. In einem gut vor dem Regen geschützten Schlupfloch in der Schwelmer Altstadt wärmten wir uns mit Anekdoten aus unserem Alltag für die noch kommenden zwei Tage auf.

Gruppenbild: Teilnehmer des Sportseminars in Ennepetal

Der Samstag startete mit einem gemeinsamen Frühstück im Hotel, bevor wir zur Klinik aufbrachen. Dort wurden wir von unserer Physiotherapeutin Sonja in Empfang genommen. Wir hatten zwar den passenden Schlüssel für die Turnhalle und weitere Sporteinrichtungen, konnten jedoch nicht alle davon nutzen, weil die Klinik vergessen hatte, die entsprechenden Räumlichkeiten für unsere Gruppe zu reservieren. So ergab es sich, dass die komplette Planung erst einmal über den Haufen geworfen und kurzfristig bezüglich der Räumlichkeiten improvisiert werden musste. Dieses lässt einen jungen Bechterewler jedoch nicht schrecken und wir fanden uns letztendlich in der Turnhalle zum ersten Programmpunkt wieder. Schon jetzt sei verraten, dass wir alle geplanten sportlichen Aktivitäten jedoch noch durchführen konnten.

Den Auftakt zu unserem Sportprogramm bildete eine Einheit Gruppengymnastik. Wir begannen mit einer ausgiebigen Aufwärmphase und arbeiteten dann mit Gymnastikbällen und Thera-Bändern. Im Anschluss an die Gymnastik begaben wir uns in den Kraftraum der Klinik und konnten dort bis zum Mittagessen die Geräte nutzen. Im Schweiße unseres Angesichts stemmten wir, was das Zeug hielt.

Nach dem Mittagessen in der Klinik stand Nordic Walking auf dem Programm. Da wir den Wettergott diesmal auf unserer Seite hatten, konnten wir bei unserer zweistündigen Runde rund um die Klinik sogar ein wenig die Sonne genießen. Da das Schwimmbecken zu diesem Zeitpunkt belegt war, wurde kurzfristig entschieden, ein kneippsches Wechselfußbad zu machen. Dies stand zwar so nicht im Programm, jedoch konnten wir unseren heißgelaufenen Füßen ein wenig Kühlung verschaffen. Unsere Lebensgeister wurden durch den danach servierten Kaffee mit Kuchen fast wieder geweckt.

Die Jungen Bechterewler beim Nordic Walking

Ein wenig erschöpft von den sportlichen Herausforderungen des Tages, kam die anschließende Entspannungsübung gerade recht. Der für den Abend geplante Grill-Event wurde in die Innenräume verlagert, da der Wettergott sich doch wieder anders entschieden hatte und leichte Schauer durchs Land ziehen ließ. Bei Gesprächen über Morbus Bechterew im Allgemeinen und das Seminar im Speziellen klang der Abend langsam aus.

Am Sonntag erwartete uns Gabi, unsere zweite Physiotherapeutin. Dieser Tag begann aus sportlicher Sicht wieder mit Trockengymnastik, allerdings kamen dieses Mal die redondoBälle zum Einsatz. Das sind nicht vollständig aufgepumpte „Knautsch“-Bälle, die manchen von uns zu allerlei Späßen ermunterte. Neben der Gymnastik bekamen wir auch gezeigt, wie man diese Bälle einsetzen kann, um sich bei Schmerzen zu entlasten. Danach konnten wir schließlich das Schwimmbad der Klinik für Wassergymnastik nutzen. Wer auch immer behauptet, dass man im Wasser nicht schwitzen kann, sollte mal eine Runde mit uns Jungen Bechterewlern im Wasser plantschen. Hier konnte sich also jeder noch einmal richtig auspowern, so dass wir uns das abschließende gemeinsame Mittagessen auf jeden Fall verdient hatten.

An dieser Stelle sei noch einmal Karl und Peter für die hervorragende Organisation dieses Wochenendes gedankt. Für mich war dies die erste Veranstaltung mit den Jungen Bechterewlern, aber bei dieser spitzenmäßigen Gruppe definitiv nicht die letzte.